ECO PORT: Immer mehr Anfragen, die auch in Abschlüssen enden
65 Firmen und über 600 Arbeitsplätze ? es geht aufwärts!
Gut, es könnte natürlich immer noch besser sein ? "aber wenn man die konjunkturell schlechten Jahre raus nimmt, dann können wir eigentlich ganz zufrieden sein", sagen übereinstimmend Herbert Wiesner, Projektleiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFG) und Detlef Nelle, Wirtschaftsförderer bei der Gemeinde Holzwickede. 1997 wurde mit der Vermarktung des ECO PORTS begonnen. Durch die Wirtschaftsflaute kam das Projekt trotz optimaler Rahmenbedingungen nur schwer ins Rollen. "Wir hatten drei schlechte Jahre, in denen so gut wie gar nichts passiert ist", erklärt Herbert Wiesner. Wie Detlef Nelle einräumt, müsse aber auch festgestellt werden, dass man bei der Vermarktung hohe Ansprüche an die Bewerber gestellt und schon stark selektiert habe. Es gab schon zahlreiche Bewerber, darunter auch verschiedene Baumärkte, die aber nicht in das Konzept passten. Insgesamt ist die Zahl der Firmen, die sich als Eigennutzer hier niedergelassen haben, relativ gering. Deutlich größer ist das Interesse an den großen Bürogebäuden bzw. an der Anmietung von entsprechenden Räumlichkeiten. Es gibt aber auch eine Mischform wie beispielsweise im Dormed-Gebäude. Hier wurde für den Eigenbedarf gebaut, es werden aber auch Flächen an Partnerfirmen vermietet. Insgesamt, das haben die Wirtschaftsförderer festgestellt, ist der Standort optimal ? "das bestätigen uns die Unternehmen, die sich hier niedergelassen haben, immer wieder", so Herbert Wiesner. Der ECO PORT ist ein Standort für die Zukunft, dass hat sich unter den Unternehmen herumgesprochen. Ganz gezielt hat Herbert Wiesner auch bei Firmenchefs nachgefragt, warum sie sich für Holzwickede entschieden haben. Dabei wurde ihm u.a. gesagt, dass der Flughafen marketingmäßig eine gute Adresse sei und die Verkehrsanbindungen insgesamt gut seien. "Mir haben Firmenchefs gesagt, dass sie sich gegen Dortmund entschieden haben, weil Holzwickede einfach schneller und besser zu erreichen ist", so Herbert Wiesner.
Insgesamt wurden im ECO PORT mittlerweile rund 600 Arbeitsplätze geschaffen ? angesiedelt haben sich hier 65 Firmen. Seit dem vergangenen Herbst ist eine verstärkte Nachfrage nach Räumlichkeiten zu verzeichnen ? und aus mancher Anfrage ergibt sich auch ein Abschluss. Die Auslastung im Forum I (gegenüber Lidl) liegt mittlerweile bei rund 72 Prozent, auch das Air Port Office Center ist sehr gut vermietet. Positiv für die gesamte Entwicklung ist zudem der Umzug der Kreis-Mitarbeiter in das Commercial Center. Die Büroräume sind ein gutes Ausweichquartier, bis die Renovierung des Kreishauses in Unna abgeschlossen ist. Der Umzug hat gut geklappt und mit dem neuen Standort ist der Kreis durchweg zufrieden. Durch den Umzug der Kreismitarbeiter erhoffen sich die Wirtschaftsförderer auch noch eine weitere Belebung des Standortes.
Neben einer weiterhin regen Nachfrage nach Büroräumen wäre für die Wirtschaftsförderer auch eine vernünftige Restauration im ECO PORT wünschenswert. "Optimal wäre natürlich ein Kongress-Center mit Hotel, Tagungsräumen und Restaurant", so Wiesner und gerade ein Restaurant wäre natürlich das berühmte i-Tüpfelchen. Überzeugt ist Herbert Wiesener, dass sich ein Restaurant im ECO PORT garantiert lohnen würde, denn der Bedarf sei auf jeden Fall da. Auch wenn es im Moment keine aktuellen Entwicklungen dazu gibt, wollen die Wirtschaftsförderer die Einrichtung eines Restaurants bzw. Kongress-Centers nicht ganz vom Tisch wischen. "Da geben wir die Hoffnung nicht auf", so Herbert Wiesner und Detlef Nelle übereinstimmend.
Text und Fotos: Anke Pieper
DruckversionEco Port: Gewerbepark der kurzen Wege
Sofort auf der Autobahn, in fünf Minuten in der Luft: Der Eco Port Gewerbepark Holzwickede ist der Standort der kurzen Wege. Direkt zwischen Flughafen Dortmund und B1 gelegen, verbindet er die ansässigen Unternehmen nicht nur mit den Metropolen Europas, sondern auch mit der Region.
Die Erfolgsgeschichte des Eco Ports drückt sich auch in ganz konkreten Zahlen aus: 65 Unternehmen haben sich hier in der Zwischenzeit angesiedelt, zusammen beschäftigen sie etwa 650 Personen. Tendenz steigend.
Neben einer optimalen Verkehrsanbindung auf der Straße und in der Luft bietet das rund 350.000 Quadratmeter große Areal insgesamt rund 260.000 Quadratmeter bebaubare Ansiedlungsfläche, von denen bereits über 100.000 verkauft worden sind. Projektleiter Herbert Wiesner von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG), die den Eco Port treuhänderisch für die Gemeinde Holzwickede vermarktet, ist mehr als zufrieden mit der Entwicklung: 1997 schloss er den ersten Ansiedlungsvertrag, woraufhin im März 1999 die Daimler Chrysler AG das Smart-Center im Eco Port eröffnete. Weitere klanghafte Namen sollten folgen: „Aufgrund der hohen Standortqualität“, berichtet Herbert Wiesner, „haben sich auch die Konzerne Porsche, BMW und Rhenus AG im Eco Port niedergelassen.“
Mit den Bürogebäuden namhafter Projektentwickler und Eigennutzer sind bisher rund 35.000 Quadratmeter Bürofläche entstanden. Ein Teil davon steht noch für Vermietungen zur Verfügung. Somit hat sich der Gewerbepark im Bereich der Hauptachse zwischen Airport und B1 zu einem überregional bekannten und lukrativen Bürozentrum entwickelt, das je nach Bedarf erweitert werden kann. Mut macht Herbert Wiesner vor allem der aktuelle Trend: „Ab Herbst 2004 hat die Nachfrage nach Büros wieder zugenommen. Allein im ersten Halbjahr 2005 haben fünf Unternehmen den Eco Port als Standort ausgewählt. Auch die Nachfrage nach Grundstücken für die Errichtung von gemischt genutzten Gebäuden (Halle und Büro) hat wieder zugenommen.“ Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung sind für Herbert Wiesner neben der Konjunkturbelebung zweifellos die Standortvorteile: „In fünf Minuten ist man vom Eco Port am Autobahnkreuz Dortmund-Unna, in zehn Minuten am Kamener Kreuz sowie in 15 Minuten am Dortmunder Hauptbahnhof mit Anbindung an das ICE-Netz der Bahn.“
Momentan steht im Eco Port noch eine Fläche von rund 160.000 Quadratmetern für Betriebsansiedlungen zur Verfügung. Die WFG bietet sowohl Eigennutzern als auch Vermietern, die Büros oder gemischt genutzte Gebäude (Halle und Büro) errichten wollen, Grundstücksgrößen von etwa 2.000 bis 20.000 Quadratmetern an.
Weitere Informationen unter Tel.: 02303 271290.
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Dokument-Nummer: 10317
Tierkompetenz-Zentrum im ehemaligen Baumarkt
Arztpraxis und Hundeschule unter einem Dach mit dem Futterhaus
Holzwickede
Hundeschule, Tierarztpraxis, Futtermittel und ein Minizoo - im Gewerbegebiet an der Wilhelmstraße entsteht ein „Tierkompetenz-Zentrum“.
Von Gabriele Hoffmann
Der Hagebaumarkt gehört der Vergangenheit an. Die Geschäftsräume sind leer. Aus wirtschaftlichen Gründen hat das Familienunternehmen nach 33 Jahren aufgegeben. Nachfolger wird das benachbarte Futterhaus. Das wiederum macht das Geschäft frei für einen Top-Getränke-Markt. Einen Leerstand wird es - wie nach der Smart-Schließung im Ecoport zum Jahresende befürchtet - an der Wilhelmstraße also nicht geben. Die Vermarktung des Glasturms dürfte allerdings einige Schwierigkeiten bereiten. Darüber sind sich die Gemeinde und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft schon im Klaren.In dem Zusammenhang aufgekommene Gerüchte über eine Schließung eines Küchenstudios wies Reddy-Geschäftsführer Kortmann gestern auf Anfrage energisch zurück. Dem konnte sich Anke Rettschlag, Filialleiterin des gegenüberliegenden Marquardt-Küchenstudios, nur anschließen.Das Gewerbegebiet wird vielmehr eine Aufwertung erfahren. Futterhaus-Betreiber Guido Heymann hat große Pläne. Er spricht von einem künftigen Tierkompetenz-Zentrum.Heymann will nicht nur seinen eigenen Laden um das Vierfache vergrößern, er siedelt unter demselben Dach auch noch eine Tierarztpraxis und eine Hundeschule an.Im Futterhaus wird sein Sortiment erweitert. Und es wird künftig eine ganz lebendige Abteilung geben. Auf dem ehemaligen Außengelände des Baumarktes will Heymann Teiche anlegen, in denen unter anderem Kois ihre Runden ziehen sollen. Sonstige Zierfische, Nager und allerlei Vögel werden sich demnächst auf der grünen Insel im Gewerbegebiet tummeln.15 neue Arbeitsplätze (so viele wie im Smart-Center gefährdet sind) entstehen allein im Futterhaus: Tierfachverkäufer in Vollzeit - darauf legt Heymann größten Wert. Er will mit Kompetenz überzeugen. Am 17. Oktober schließt er die Tür zum neuen Laden auf.Einen Nachmieter für das alte Futterhaus musste er selbst suchen und hatte ursprünglich den Bönener Billig-Textiler KiK im Auge. Dem hat die Gemeinde mit Hinweis auf den Bebauungsplan einen Riegel vorgeschoben. Der B-Plan für das Gewerbegebiet sieht im Sortiment weitere Bekleidung - weil innenstadtschädlich - nicht vor.Die Ansiedlung eines weitereren Getränkemarkts indessen war möglich. Guido Heymann wurde sich mit der in Kamen ansässigen Getränkemarkt-Kette Top einig.Die Eröffnung des Top-Marktes soll voraussichtlich am 27. Oktober sein. Das Gebäude wird nach Auszug des Futterhauses renoviert. Wieviele Angestellte in dem neuen Getränkemarkt arbeiten werden, steht noch nicht fest.
In Holzwickede braucht niemand zu dursten. Hier herrscht eine hohe Konzentration an Getränkemärkten, Getränkeabteilungen in Lebensmittelmärkten und Fachhändlern.
Erschienen:
09.09.2005: UN / 210 / Seite:21
09.09.2005: FR / 210 / Seite:23
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