Projekt „Energiesparen macht Schule in Holzwickede“
Erfolgreicher Abschluss des dritten Projektjahres mit Prämierung der teilnehmenden Schulen
Im Emschersaal des Rat- und Bürgerhauses wurden die teilnehmenden Schulen des Projekts „Energiesparen macht Schule“ für ihr Engagement im Bereich Klimaschutz ausgezeichnet. Bürgermeister Till Knoche begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter der Schulen und würdigte ihren Einsatz für einen bewussten und sparsamen Umgang mit Ressourcen.
Im Rahmen der Prämierungsveranstaltung gaben einige Schulen Einblicke in ihre vielfältigen Aktivitäten rund um das Thema Energiesparen. Die Nordschule und die Josef-Reding-Schule präsentierten ihre Erfahrungen anhand von Bildern beziehungsweise eines Videos. Das Clara-Schumann-Gymnasium stellte unter anderem Maßnahmen zur Mülltrennung und zum nachhaltigen Schulalltag vor. Für einen kreativen Beitrag in Form eines Gedichtes sorgte die Dudenrothschule und zeigte damit, wie Vielfältig sich das Thema Klimaschutz vermitteln lässt.
Anschließend erfolgte die Vorstellung der Ergebnisse des dritten Projektjahres bevor zum Abschluss die Urkunden samt Prämien an die teilnehmenden Schulen übergeben wurden.
Projekt „Energiesparen macht Schule in Holzwickede“
Seit April 2023 nehmen die vier Holzwickeder Grundschulen am Projekt „Energiesparen macht Schule“ teil. Seit dem 2025 engagieren sich auch die weiterführenden Schulen aktiv im Projekt.
Ziel des vierjährigen, vom Bundesministerium für Umwelt geförderten Projekts ist es, die Schulgemeinschaften für einen sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen zu sensibilisieren. Erfahrungen zeigen, dass sich durch bewusstes Nutzerverhalten, organisatorische Maßnahmen und die Optimierung technischer Anlagen rund zehn Prozent des Energieverbrauchs einsparen lassen. Dieses Potenzial möchte die Gemeinde Holzwickede gemeinsam mit den Schulen dauerhaft erschließen. Die fachliche und organisatorische Begleitung erfolgt durch die e&u energiebüro GmbH im Auftrag der Gemeinde Holzwickede.
Projektbegleitung
Im dritten Projektjahr wurde das Projekt „Energiesparen macht Schule“ erneut durch verschiedene Maßnahmen begleitet. Dazu gehörten Projektgespräche mit den Schulen, ein weiteres Hausmeisterseminar sowie Gebäudebegehungen zur Identifizierung weiterer Einsparpotenziale. Auf Grundlage von Langzeit-Temperaturmessungen erhielten die Hausmeister Empfehlungen zur Optimierung der Heizungsregelung.
Darüber hinaus fanden am Clara-Schumann-Gymnasium Unterrichtseinheiten zum Thema „Energiedetektive“ statt. Dabei untersuchten die Schülerinnen und Schüler mithilfe verschiedener Messgeräte unter anderem Stromverbräuche, Raumtemperaturen und Beleuchtungsstärken. Gemeinsam wurden weitere Energiesparpotenziale identifiziert und Energiesparregeln für den Schulalltag entwickelt.
Ergebnisse des dritten Projektjahres
Die Auswertung der Energieverbräuche zeigt, dass die gemeinsamen Anstrengungen der Schulen und der Gemeinde Wirkung zeigen. Die Einsparungen durch das angepasste Verhalten der Schülerinnen und Schüler ergänzen hierbei die technischen Maßnahmen, die im Rahmen des Forschungsvorhabens SUITED umgesetzt wurden. Im Vergleich zum Referenzjahr 2022 konnte der Wärmeverbrauch an allen Schulen insgesamt um 17 Prozent reduziert werden. Dies entspricht einer Einsparung von rund 610.700 Kilowattstunden – etwa dem jährlichen Wärmeverbrauch von 50 Einfamilienhäusern. Auch der Stromverbrauch sank um 17 Prozent. Mit einer Einsparung von rund 81.300 Kilowattstunden entspricht dies dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 20 Einfamilienhäusern.
Beim Wasserverbrauch hingegen konnte ein leichter Anstieg von 14 Prozent festgestellt werden, welches einem Mehrverbrauch von 287 Kubikmetern – in etwa dem jährlichen Wasserverbrauch von sechs Personen – entspricht.
Insgesamt wurden im 3. Projetjahr die CO₂-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr um 167,7 Tonnen reduziert. Dies entspricht dem jährlichen CO₂-Ausstoß von rund 82 Pkw und verdeutlicht den positiven Beitrag des Projekts zum kommunalen Klimaschutz.
Pädagogischer Ansatz
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Energiedienste in den Klassen, Informationsplakate und weitere Aktionen fördern das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen. Unterstützt werden die Schulen durch Unterrichtsmaterialien, Experimentierangebote und regelmäßige Energietipps.
Motivationsprämien
Die Teilnahme am Projekt wird jährlich mit einer Motivationsprämie belohnt. Die Höhe der Prämie richtet sich nach den erzielten Einsparerfolgen sowie den nachgewiesenen pädagogischen Aktivitäten. Für die beachtlichen Ergebnisse im 3. Projektjahr erhielten alle Schulen eine Prämie von 600 €, welche zur freien Verfügung genutzt werden kann.
Mit dem Projekt „Energiesparen macht Schule“ leisten die Gemeinde Holzwickede und ihre Schulen gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz. Gleichzeitig werden Kinder und Jugendliche frühzeitig für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Energie und Ressourcen sensibilisiert.

Bild zur Meldung: Foto: Gemeinde Holzwickede