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Müllkontrollen: Verbesserung der Qualität des Bioabfalls

27.10.2017

Die Gemeinde Holzwickede informiert über die Ergebnisse der durchgeführten Kontrollen der Bio- und Wertstofftonnen im Gemeindegebiet. Hintergrund der angekündigten Überprüfung der Abfallbehälter sind die vermehrt vorgefundenen Fremdstoffe in den einzelnen Müllfraktionen. Als Folge der Fehlbefüllung gelten Bioabfall und Wertstoffe als Restmüll und können nicht mehr verwertet werden. Die entstehenden Mehrkosten landen am Ende beim Gebührenzahler. Darüber hinaus wurden die rechtlichen Vorgaben mit der diesjährigen Novelle der Düngemittelverordnung verschärft und der maximale Anteil von erlaubten Fremdstoffen auf 0,1 Prozent reduziert.

 

In den vergangenen drei Wochen wurden insgesamt 5.049 Kontrollen im Rahmen der Abfuhr der Biotonnen durch die GWA durchgeführt. Hiervon wurden knapp 11 Prozent (537 Tonnen) beanstandet. Wie die Auswertung der Ergebnisse zeigt, lässt sich der Erfolg der Aktion anhand der rückläufigen Beanstandungen im Laufe der Kontrollintervalle eindeutig belegen. Wurden in der ersten Woche noch etwa 21 % der kontrollierten Tonnen beanstandet, waren es in der nächsten Woche noch etwa 10 %, welches einer Halbierung entspricht. In der dritten Kontrollrunde konnte die Anzahl der Beanstandungen noch einmal auf knapp 7 % reduziert werden. Dieser positive Entwicklungstrend deckt sich mit den Erfahrungen aus anderen Kommunen des Kreises Unna.

 

Auch bei den unterschiedlichen Warnstufen (grau, gelb, rot) sind die Lerneffekte sichtbar: Die Anzahl der mit dem grauen Aufkleber versehenen Tonnen konnte von knapp 7 % in der ersten Woche über 0,9 % in der zweiten Woche auf 0 % beim dritten Abfuhrdurchgang reduziert werden. Auch die Menge der aufgrund von Fehlbefüllung mit dem gelben Aufkleber stehen gelassenen Biotonnen lässt mit 13,9 % (1. Woche) über 8,8 % (2. Woche) bis schließlich 6 % (3. Woche) auf eine deutliche Verbesserung des Sortierverhaltens in der Emschergemeinde schließen. Schließlich kamen in der dritten Abfuhrwoche bei weniger als 1 % der beanstandeten Tonnen erstmals auch die roten Aufkleber bei „Wiederholungstätern“ zum Einsatz. Im Einzelfall wird nun mit den Betroffenen das weitere Vorgehen im Rahmen der Getrennthaltungspflicht abgestimmt.

 

Wesentliche Gründe für die beanstandeten Biotonnen waren oftmals die vermeintlich ‚kompostierbaren Kunststoffbeutel‘, wie anhand der Rückmeldungen durch die GWA und der Öffentlichkeit ersichtlich wurde. In diesem Zusammenhang weist die Gemeinde nochmals darauf hin, dass herkömmliche Plastiktüten sowie die im Handel mit der Bezeichnung ‚Bio-Kunststoff‘ oder ‚Biofolienbeutel‘ käuflich zu erwerbenden Müllbeutel nicht für die Biotonne zugelassen sind. Entgegen der vermarkteten Kompostierbarkeit verrotten diese Müllbeutel nicht bzw. zu langsam und stören somit den Abbauprozess und gefährden schließlich die Qualität des Bioabfalls. Die Gemeinde verweist in diesem Zusammenhang auf die beim Wertstoffhof zu erwerbenden nassfesten Papiertüten („Müllis“ 50 Stck. für 3,50 €) oder alternativ altes Zeitungspapier, welches für die Sammlung der kompostierbaren Küchenabfälle verwendet werden kann.

 

Hinsichtlich der Wertstoffe erfolgt die Kontrolle der Müllgefäße stichprobenartig durch die Entsorgungsfirma Remondis. Spezifische Daten für die letzten Wochen liegen für die Gemeinde Holzwickede allerdings nicht vor. Grundsätzlich sind leichte Schwankungen der monatlichen Sammelmengen an Wertstoffen zu verzeichnen. Letztendlich sind auch weiterhin die Verbraucher gefragt, durch die getrennte Erfassung der Wertstoffe die Voraussetzung für ein effizientes Recycling zu schaffen. Fehleinwürfe wie z.B. Hausmüll im gelben Abfallgefäß erschweren die Sortierung und setzen die Qualität der Wertstoffe deutlich herab. In die gelbe Wertstofftonne gehören nicht nur Verkaufsverpackungen mit dem Grünen Punkt (beispielsweise gebrauchte Joghurtbecher, Getränkekarton, Konservendosen), sondern auch stoffgleiche Nichtverpackungen aus Metall und Kunststoff (wie z.B. defekte Wischeimer, Kinderspielzeug oder Alu-Bratpfannen).

 

Die Gemeinde Holzwickede als auch die Abfallentsorger GWA  und die Firma Remondis sind mit den vorgenannten Ergebnissen sehr zufrieden und appellieren weiterhin an die Holzwickeder Bürgerinnen und Bürger auch künftig die verschiedenen Abfallgefäße (grün, gelb, blau und grau) im Rahmen einer sachgerechten Mülltrennung zu nutzen. Damit das neu gewonnene Sortierverhalten auch längerfristig Bestand hat, sind künftig sporadische Kontrollen bei der Müllabfuhr in der Emschergemeinde vorgesehen. Bei Fragen zur Abfalltrennung ist die Abfallberatung unter der kostenfreien Rufnummer 0 800 400 1 400 zu erreichen. Darüber hinaus liegen Informationsflyer zum Thema „Wohin gehört mein Abfall“ bei Gemeinde (Bürgerbüro und Dienstgebäude Allee 10) aus.