Ein ungewöhnliches Geschenk: Eine historische Lore für den Kreisel in Hengsen
Vor einigen Wochen hat das Holzwickeder Haarstrangdorf Hengsen von einem Einwohner ein ungewöhnliches Geschenk bekommen: Eine Lore, mit der vor Jahrzehnten in einem Steinkohlebergwerk noch Kohle transportiert worden ist.
Spender des Relikts ist Dietmar Hilburg, Mitglied im Förderverein „Bergbauhistorische Stätten Ruhrrevier e.V.“ und 2. Vorsitzender im Arbeitskreis Holzwickede.
Ein solch geschichtsträchtiges Transportmittel steht bereits als kleines Industriedenkmal im Holzwickeder Emscherpark und erinnert an die Zeit, als man auf dem Gebiet der Gemeinde noch Steinkohle gefördert hat.
Volker Schütte: „Als mich Dietmar Hilburg auf einen Standort für diese Lore angesprochen hat, ist mir spontan der Kreisel in Hengsen eingefallen. Hier, in unserer Dorfmitte, würde das kleine Schienenfahrzeug, das u.a. mit dem Ortsnamen „Hengsen“ beschriftet werden soll, sicherlich für Aufmerksamkeit sorgen und an die alte Bergbauzeit erinnern. Natürlich sollte im Umfeld des Kreisels ein Schild aufgestellt werden, das auf die Geschichte des Steinkohlebergbaus in Holzwickede hinweist – ähnlich wie im Emscherpark.
Hengsen liegt übrigens direkt an dem 17 km langen historischen Bergbaurundweg Holzwickede, der von vielen interessierten Radfahrern und Fußgängern regelmäßig genutzt wird.
Beim letzten „Kreisel-Talk“ am 6. April 2025 hat Schütte seinen Gästen die obige Fotomontage präsentiert, um bildhaft zu verdeutlichen, wie die Lore den Kreisel in Hengsens Dorfmitte verschönern würde. Der einstimmige Tenor der knapp 30 Besucherinnen und Besucher: „Das sieht klasse aus!“
Da mit der Schwerter- und Unnaer Straße sowie mit der Lichtendorfer- und Massener Straße zwei Land- bzw. zwei Kreisstraßen an den Hengser Kreisel grenzen, fällt das Genehmigungsverfahren in den Zuständigkeitsbereich des Kreises Unna und des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen, besser bekannt als Straßen.NRW.
Der „Hengser Kreisel“ wäre nicht der erste Standort, auf dessen Fläche ein kleines geschichtsträchtiges Industriedenkmal stehen würde.
Nur wenige Kilometer entfernt, an der Schützenstraße (L673) in Schwerte, weist ein im dortigen Kreisel aufgestellter „Eisenbahn-Radsatz“ auf die Geschichte des ehemaligen „Eisenbahnausbesserungswerks Schwerte“ hin.
„Was in Schwerte genehmigt und umgesetzt worden ist, müsste mit tatkräftiger Hilfe unseres Bau- und Betriebshofes doch auch in Hengsen möglich sein“, hofft Schütte und ergänzt: „Der Förderverein „Bergbauhistorische Stätten Ruhrrevier e.V.“, viele Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Bürgermeisterin und ich als Ortsvorsteher würden uns sehr freuen, wenn die kleine Lore alsbald ihren Weg zum Hengser Kreisel finden wird – Glück auf!“
Bild zur Meldung: Noch ist es eine Fotomontage: Dietmar Hilburg und Ortsvorsteher Volker Schütte (v.l.) vor der im Hengser Kreisel stehenden Lore






