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Gemeinde Holzwickede startet Kommunale Wärmeplanung für eine klimaneutrale Zukunft

Holzwickede, den 15.​12.​2025

Die Gemeinde Holzwickede leitet mit dem Start der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) einen entscheidenden Schritt zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 ein. Damit wird eine strategische Grundlage für die zukünftige, nachhaltige Wärmeversorgung des gesamten Gemeindegebiets geschaffen.

 

Was ist die Kommunale Wärmeplanung?

Die Kommunale Wärmeplanung (KWP) ist ein gesetzlich verankertes, strategisches Instrument für Städte und Gemeinden.

Ihr Ziel ist die vollständige Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme bis zum Jahr 2045.

Anders als bei Strom müssen Wärmeerzeugung und -verbrauch in räumlicher Nähe liegen, was individuelle, lokale Lösungen erfordert.

Die KWP schafft einen verbindlichen Rahmen und gibt Bürgern sowie Unternehmen Planungssicherheit für zukünftige Investitionen in Heizungstechnologien.

Sie legt fest, welche Gebiete sich für eine zentrale Versorgung durch Wärmenetze eignen und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen die beste Option sind.

Damit koordiniert sie die Transformation der gesamten Energieinfrastruktur und hilft, Fehlinvestitionen zu vermeiden.

 

Wo stehen wir in Holzwickede?

Der Startschuss für die KWP in Holzwickede ist gefallen.

Die Bestandsanalyse für die Kommunale Wärmeplanung in Holzwickede ist inzwischen abgeschlossen. In diesem Schritt wurden unter anderem der Gebäudebestand, Baualtersklassen, die bestehende Versorgungsstruktur sowie der Wärmeverbrauch im gesamten Gemeindegebiet systematisch erfasst und ausgewertet. Die Datengrundlage wurde in Zusammenarbeit mit Energieversorgern, Schornsteinfegern sowie durch die Nutzung von Geodaten erhoben.

In der Ratssitzung am 09.10.2025 wurde die Präsentation des beauftragten Büros wärmelokal vorgestellt, die einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse sowie das weitere Vorgehen der Kommunalen Wärmeplanung gibt. Die Präsentation finden Sie weiter unten.

 

Wie geht es weiter?

Auf die Bestandsanalyse folgt die Potenzialanalyse, bei der alle verfügbaren lokalen Potenziale für erneuerbare Wärme – wie Geothermie, Solarthermie, Biomasse und industrielle Abwärme – ermittelt werden.

Anschließend wird ein Zielszenario für eine klimaneutrale Wärmeversorgung im Jahr 2045 entwickelt, das konkrete Meilensteine für 2030, 2035 und 2040 enthält.

Ein zentrales Ergebnis wird die Ausweisung von Eignungsgebieten für verschiedene Versorgungslösungen sein, etwa für den Neu- und Ausbau von Wärmenetzen oder für den Einsatz dezentraler Systeme. 

Daraus wird eine umfassende Umsetzungsstrategie mit einem konkreten Maßnahmenkatalog abgeleitet. 

Der gesamte Prozess, der bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, wird von einem intensiven Dialog mit relevanten Akteuren und Informationsangeboten für die Bürgerinnen und Bürger begleitet.

 

 

 

Bild zur Meldung: Foto: © Gemeinde Holzwickede